bismarck.oehm.net
Ein Baubericht über die Amati-Bismarck

Der Rumpf

Ausgaben 1 - 7

Das Ergebnis dieser Bauphase

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Zu Beginn meiner Berichte zeige ich immer das Endergebnis meiner „Basteleien“ und in den nachfolgenden Blöcken dann die Entstehung.

Die erste Bauphase klappte eigentlich ganz gut.
Im Gegensatz zu vielen anderen Schiffsbau-Kollegen hatte ich keine Probleme mit verzogenen Platten. Bei mir war alles plan!.

Aber ich denke, da habe ich mehr Glück, als Verstand gehabt.


Als Hinweis für denjenigen, dessen
Platten verzogen sind:


Die Platte für 2 Stunden in ein Wasserbad legen (beschweren!) und dann 1-2 Tage trocknen lassen und schwere Gewichte auf die Platte legen.


Der Beginn - Der erste Spant und die Mittellinie

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Bild 2

Der mittlere Abschnitt birgt keine Probleme. Zu beachten ist, dass die Teile 2 an Spant 1 ganz präzise ausgerichtet werden. Gerade in der Anfangsphase muss man immer wieder die Winkligkeit prüfen.
Auf dem Bild sind die kleinen Aluwinkelchen - 20 x 10 mm - (gemeint sind die durch die Wäscheklammern fixierten) zu erkennen, die ich immer wieder verwende, um die Spanten im rechten Winkel zum Kiel zu befestigen.

Auf Bild 3 ist sehr deutlich die Mittellinie zu erkennen.
Nur sie kann gewährleisten, dass die Spanten wirklich mittig sind und auch bei den anschließenden Grundplatten sorgt sie dafür, dass der Rumpf gerade und nicht zur „Banane“ wird.

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Bild 3

Vorausgesetzt, man verwendet eine Helling – was dringendst anzuraten ist. Ansonsten kann man sich im Grunde alles beiseite legen und sich das Geld sparen.


Eine etwas abenteuerliche Beschwerung

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Bild 4

Sieht zwar nicht professionell aus, macht aber, was es soll. Um die frisch geklebten Holme feste mit den Spanten zu verbinden habe ich mir eine Methoden abgeschaut, die ich auf einer Webseite zum Bau der Bismarck gesehen habe. Der Zollstock (korrekt natürlich Gliedermaßstab) „umschließt“ Spant 1 und darauf habe ich meinen relativ schweren Akkuschrauber gestellt. Das Ganze hat dann 1 Stunde getrocknet und war danach „bombenfest“.

Das vorn erkennbare Papier (halb durch die Bodenplatte verdeckt) kommt gleich zum Einsatz.

Auch um die Versteifungsplatten 10 und 17 anzupressen kam mein Akkuschrauber (Bild 5) zum Einsatz.
Das geht Prima :)

Auf Bild 5 ist die Helling zu erkennen. Auch sie hat eine Mittellinie und man braucht nun nur noch die Mittellinien der Bodenplatten mit der Mittellinie der Helling überein zubringen und kann sicher sein, dass der Rumpf wirklich gerade ist – zumindest bis hierhin.

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Bild 5

Das Bild 9 zeigt - weiter unten - die Wichtigkeit der Helling recht überzeugend, wie ich meine.

Außerdem kann man hier auch den Einsatz des Papiers sehen, das ja bereits erwähnt wurde.
Es handelt sich dabei um das Trägermaterial von Etiketten. So wird verhindert, dass der Kleber die Bodenplatte mit der Helling verbindet. Und das Trägerpapier saugt den Klebstoff nicht auf. Nach dem Trocknen des Klebers ließ es sich einfach wegziehen.


Die 2. und 3. Bodenplatte

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Bild 6

Um die 2te Bodenplatte (Nr. 9) exakt auszurichten habe ich deren Außenseiten ganz exakt mit den Außenseiten der 1. Platte (Nr. 3) ausgerichtet.(Bild 5 - Roter Punkt oben) Man darf sich auf keinen Fall auf die Schwalbenschwanzführung verlassen. Hätte ich das gemacht, wäre der Rumpf zur „Banane“ geworden.

Sind die Außenseiten exakt ausgerichtet, verlängert man die Mittellinie der 1. Bodenplatte etwas (Bild 6 - unterer roter Punkt) und danach kann man die Mittellinie zur Gegenseite durchziehen.

Auf gleiche Weise verfährt man mit der 3 Bodenplatte (Teile-Nr. 16) Siehe Bild 7

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Bild 7


Genauigkeit ist das A & O

Immer prüfen! – Die Winkligkeit

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Bild 8

Die Winkligkeit der Spanten muss immer wieder aufs Neue geprüft werden.



Da darf man nicht locker lassen. Auch wenn es manchmal etwas lästig erscheint. Hier leisten die Eisenwinkel hervorragende Dienste.

Das wäre daneben gegangen

Die Bug-Bodenplatte 23 liegt ganz exakt an der Bodenplatte 16 an (Stoß auf Stoß).

Und dennoch wäre der Bug 2 – 3 mm aus der Flucht gewesen (Gelber Punkt).

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Bild 9

Erst durch die Helling wird dieses jedoch erst deutlich. Nachdem ich das gesehen hatte, war ich von der Helling wirklich überzeugt


Fixierung des Bug-Kiels

Die Kielplatte (Nr. 26) ist etwas sehr flexibel.
Daher habe ich wieder mal einen Tipp von der Seite www.9teuflottille.de übernommen. Und zwar die Fixierung der Platte mittels eines Stiftes.
Einen so dünnen Nagel oder Stift hatte ich nicht greifbar, also habe ich den Draht einer Büroklammer genommen.

Zunächst wurde die Kielplatte 26 in die Bodenplatte 23 eingesetzt (nicht geklebt).
Es wurden Markierungen auf der Helling und der Kielplatte 26 angebracht (Bild 10)

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Bild 10

Danach dann an der Stelle ein kleines Loch (1mm) in die Helling gebohrt (Bild 11).

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Bild 11

Ebenfalls ein 1mm-Loch in die Platte und der „Stift“ bzw. der Büroklammerndraht in die Platte eingeschoben.
Er sollte recht feste sitzen. (Bild 12)

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Bild 12

Abschließend wurde die Platte 26 verklebt und der Stift verhindert nun die seitliche Bewegungsmöglichkeit der Platte.

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Bild 13

Die Eisenwinkel sorgen dafür, dass der Kiel wieder im rechten Winkel zur Helling steht.
Der "schräge" Winkel dient nur als Gewicht. um den Kiel während der Trocknungsphase unten zu halten.


Ende des ersten Bauabschnittes

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Bild 14

Zum Abschluss der ersten Bauphase habe ich noch die fehlenden Bugspanten eingebaut.
Wobei da auch wieder die Winkligkeit sehr sehr wichtig ist.

Das Ergebnis ist auf Bild 1 oben zu sehen ....


 

Letzte Bearbeitung:26.11.2006 - 07:19:25