bismarck.oehm.net
Ein Baubericht über die Amati-Bismarck

Der Rumpf

Ausgabe 13

Pures Beplanken!

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Bild 41

Die drei Mittschiffssektionen, der Bug und das Heck waren heute wieder mit dem Beplanken an der Reihe.

Die 3 Mittschiffssektionen wurden bis zu den Kielplatten verplankt, Bug und Heck jeweils etwa bis zur Hälfte.

Der Rumpf nimmt nun Kontur an und die Stützwinkel mussten nach Abschluss der heutigen Arbeiten entfernt werden.

Aufgrund der nun doch sehr starken Biegungen der Planken war es dann heute etwas schwieriger, zumal mehr Spanten durch die Planken abgedeckt werden, als es bei den Mittschiffssektionen der Fall war.

Auf Bild 41 sind zusätzliche Bauteile zu erkennen, die nicht bei der Ausgabe 13 dabei waren. Gemeint sind die im unteren Bugbereich erkennbaren Stabilisatoren – in Form geschliffene 10 x 10 mm Holzleisten – die dem Bug etwas mehr Stabilität verleihen sollen.

Auf die Idee gebracht hat mich der Baubericht zur Bismarck von MarkusB bei www.modellboard.de.


Stabilisierung des Bugs

Zuerst habe ich 20 x 20 mm Winkel im zweiten Bugsegment angebracht.
Diese Winkel sollen ein Verziehen des Bugs bei den Beplankungen vermeiden helfen. Der kleine Stift in der Kielplatte ist dafür viel zu schwach und nicht geeignet.

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Bild 42

Bild 42 zeigt die Kontrolle, ob die Winkel den Bug auch wirklich im Rechten Winkel zur Helling stützen.

Nach Anbringung der Winkel war in der Tat eine deutlich höhere Steifigkeit des Bugs zu bemerken.

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Bild 43

Um noch weitere Stabilität in den Bug zu bekommen habe ich wie schon geschrieben 10 x 10 mm Holzleisten eingesetzt (auf Bild 43 rot markiert). Diese wurden mit Sekundenkleber fixiert und der Kontur der Spanten entsprechend geschliffen.

Der Bug schien mir nun so stabil, dass ich mit dem Beplanken des Bug beginnen konnte.

Entgegen der Bauanleitung habe ich damit auch angefangen, denn die Bismarck war nun so richtig schön auf der Helling fixiert.


Berplankung des Bugs

Die erste Planke ist immer die Schwierigste. Ich habe das eine Ende der Planke vorne auf Höhe der Oberkante von Spant 33 mit einer Nadel fixiert. (Bild 44)
Wobei genügend Stecke für die Biegung belassen wurde.
Nun wurde die Planke mit der Verstärkung 55 verklebt.

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Bild 44

Nach dem Trocknen wurde die Planke mit alle Spanten verklebt und mit Nadeln fixiert. (Bild 45)
Nadeln hatte heute überhaupt ihren Großeinsatz.

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Bild 45

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Bild 46

Der Vorgang wurde dann auf der Backbordseite wiederholt.Danach wurden die restlichen 5 Planken auf jeder Seite angebracht.

Zu beachten ist aber unbedingt, dass die Planken ganz exakt auf den Spanten aufliegen. Da bildet sich sehr gerne mal ein Abstand zwischen Spante und Planke. Selbstverständlich wurden auch die Kanten der Planken angeschrägt und verklebt.
Zeitweise wünscht man sich eine vierte und fünfte Hand

Zum Beinahe-Abschluss der Bugarbeiten wird noch die Markierung für den Schnitt angebracht.
Ich habe oben und unten einen Bleistiftstrich etwa 1 mm von der Spante 33 gemacht und die dann mit Hilfe einer Pappe (als flexibles Lineal) durch eine Linie verbunden (Bild 46).

Das Schneiden habe ich erst ganz zum Schluss gemacht, damit Alles Zeit hat richtig gut durchzutrocknen.


Das Heck - Teil 1

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Bild 47

Da die Bismarck immer noch schön fixiert war, habe ich als Nächstes mit dem Heck begonnen. Wie in der Bauanleitung angegeben habe ich auf dem Heckspiegel eine Linie gezogen.

Das Beplanken des Hecks erwies sich bei den ersten 4 Planken auf jeder Seite als nicht so schwierig. Dann musste ich jedoch aufhören, da meine Stützwinkel am Heck eine weitere Beplankung erstmal nicht erlaubten.

Da beide Seiten nun durch die vier Plankenreihen gut stabilisiert waren und damit die Gefahr eines Verziehens des Hecks nicht mehr so akut war, habe ich den Rumpf von der Helling abgenommen und mit den Mittschiffssektionen weiter gemacht.


Eine Falle !!

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Beim Beplanken der hinteren Mittschiffsektion stellte ich fest, dass die Aussparungen für die Wellen zu klein sind.
Ob das ein generelles Problem ist, weiß ich nicht, jedoch konnte ich bei mir nicht einmal einen 3mm Bohrer durchführen. Und ich habe irgendwo was von erforderlichen 4 Millimetern gelesen.

Also habe ich erst einmal schon gefeilt und bei der gegenüberliegenden Seite, die noch nicht soweit verplankt war gefräst, so dass ein 4mm Bohrer durchpasste.
Es wäre nicht ganz so schlimm gewesen, da ich ein Standmodell machen will, aber dennoch – man sollte alle Probleme im Vorhinein vermeiden


Nachdem diese Hürde geschafft war, ging es mit der Verplankung der Mitschiffssektionen relativ gut voran.
Allerdings gab es viele Momente, an denen ich mir mehrere gut koordinierbare Hände gewünscht habe.

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Bild 49

Nadel wurde zu unentbehrlichen Helfern und das Biegen der Planken war ein Balanceakt zwichen Kraftaufwand und Vorsicht, damit die Leisten nicht zerbrechen.

Also ich gebe zu, dass diese Phase dann doch recht stressig war und ich froh bin, die Geschichte ohne Leistenbruch überstanden zu haben.

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Bild 50

Bild 50 zeigt das Endergebnis (Bug und Mitschiffssektionen) dieser Ausgabe. Also so rein äußerlich betrachtet scheint die Sache bei mir in die richtige Richtung zu gehen.

Der ganze Rumpf und nun auch der Schiffsboden sehen einigermaßen harmonisch aus.

Auch eine Detailaufnahme (Bild 51) des Schiffsbodens Richtung Bug bestätigt das meines Erachtens.

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Bild 51

Das ist überhaupt sehr wichtig. In dieser Phase darf man sich nicht blind aufs Messen verlassen. Auch das Augenmaß ist entscheidend. Der Rumpf darf keine unnatürlich wirkenden Dellen oder Ausbuchtungen haben.
So etwas kann zum Beispiel passieren, wenn man die Spanten nicht genügend getrakt hat. Das kam an ein oder 2 Stellen bei mir auch vor. Aber nachdem ich die Spanten an den Stellen mit einem Cutter beschnitten hatte, war die natürliche Form wieder gegeben.


Das Heck - Teil 2

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Bild 52

Wie oben schon erwähnt musste ich das Beplanken des Hecks unterbrechen, da die Winkel für das Heck störten. Nach den Mittschiffssektionen wurden die restlichen zwei Planken auf jede Seite verklebt. Wobei die Linienführung hier durchaus ihre Tücken bereit hielt.

Bis auf eine kleine Delle, die wohl beim Fixieren mit den Fingern passiert ist, scheint das aber doch geklappt zu haben.

Bild 52 zeigt das Heck, nachdem die Überlegen am Heckspiegel abgelängt wurden.

So, das war es dann mal wieder ...


Letzte Bearbeitung:02.12.2006 - 23:07:19