bismarck.oehm.net
Ein Baubericht über die Amati-Bismarck

Der Rumpf

Ausgabe 15

Es war spannend ....

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Bild 61

Die heutige Bauphase war im wahrsten Sinne des Wortes „spannend“.

Zum Einen, dass die Leisten im Bugbereich wirklich sehr stark verbogen werden mussten, teilweise sogar mittig ausgedünnt wurden, zum Anderen, ob die Planken an Spanten blieben und oder ob sich ein Zerbrechen der Planken vermeiden lies ...

Es war schwierig – aber es hat geklappt!

Das Heck wurde ebenfalls weiter ausgebaut. Hier mussten Aussparungen für das Formteil der Wellenhose gemacht werden.
Geradezu entspannend war dann das Beplanken des Schiffsbodens. Dieser ist nun fast vollständig verplankt. Man kann nun sehr deutlich das Ende der Erstbeplankung erahnen. Das ist dann vom Material her nächste Woche der Fall.


Das Heck und die Aussparungen für die Wellenhose ...

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Bild 62

Die erste 4 Leisten sollen im Heckbereich verbaut werden.

Zunächst habe ich auf jeder Seite eine Leiste geklebt (die Kanten wieder abgeschrägt) und mit Nadeln fixiert gut trocknen lassen. Mit einem Cutter wurden danach zunächst die vertikalen einschnitte entlang des Spantes 43A sowie 44A gemacht und zwar bis auf die Höhe der horizontalen Platten (Teile 58). Im nächsten Schritt wurden die horizontalen Schnitte auf Höhe der Platten 58 gemacht. Im Anschluss daran habe ich die Übergänge geschliffen.

Die jeweils zweiten Leisten wurden wieder angeschrägt und zusätzlich am hinteren Ende beschnitten (Bild 63). Jedoch im Gegensatz zu den ersten beiden Leisten sind sie nicht mehr zusammenhängend und hören an Spant 43A auf bzw. beginnen bei 44A wieder. Verklebt habe ich sie jedoch in einem Stück und erst nach dem gründlichen Trocknen wurde die Aussparung für die Wellenhose geschnitten

Bild 63 zeigt den aktuellen Status des Hecks. Ich war etwas erstaunt (aber freudig :), dass die Heckbeplankung ziemlich parallel ist.

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Bild 63


Die Bugarbeiten ....

Bisher war es ja noch relativ simpel gewesen. Nun ging es aber zum Bug.

Das erste provisorische Ausprobieren ließ Schlimmes befürchten. Die Verwindungen in mehreren Ebenen waren doch nicht so ganz Ohne.

Ich habe mir überlegt, bei jeder Leiste in 3 Schritten vorzugehen.

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Bild 64

Bild 64 zeigt durch die verschiedenen Einfärbungen die Spanten, die ich „blockweise“ beklebt habe.

Die roten Bereiche markieren meine in früheren Baustufen angebrachten Stabilisatoren und werden so nicht an Ihrem Schiff zu finden sein.

Zunächst wurde Sekundenkleber auf die vorderen drei Spanten (blau dargestellt) sowie auf die Kanten der Leiste angebracht.

Die Leisten wurden zuerst mit den Fingern kräftig angedrückt und danach mit Nadeln fixiert.
Natürlich ragten die nicht verklebten Enden nun völlig aus der Richtung. Aber egal, erstmal ließ ich die Leisten an den (blauen) Spanten richtig trocknen.

Nach deren gründlichen Trocknung wurde im „gelben Bereich“ auf die gleiche Weise verfahren.
Die endgültige Positionierung erhielten die Leisten dann im „grünen Bereich“ an der hinteren drei Spanten.

Nach dem Ankleben wurden die Planken immer mit Nadeln fixiert und der Kleber bekam genügend Zeit, gründlich zu trocknen.

Auf diese Art wurden alle Bugleisten verarbeitet.
Eine Sonderbehandlung erhielt die jeweils letzte Planke auf beiden Seiten.

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Bild 65

Der Radius von Spant 33 ist dort in dem Bereich doch recht klein.
Also mussten die letzte Planken nicht nur in Längsrichtung gebogen werden, sondern auch in ihrer Breite. Mehrdimensionales Biegen ist angesagt.

Trotz ihrer Stärke von „nur“ 1,5 Millimetern ist das ohne „Hilfestellung“ nicht möglich. Daher habe ich diese beiden Planken mit Hohlkehlen versehen. Und zwar im Bereich der „blauen“ Spanten.
Diese Hohlkehlen wurden mit einer halbrunden Nadelfeile erstellt. Dabei habe ich etwa 0.5mm der Materialstärke abgetragen. Desweiteren wurden diese Leisten dann entlang der Hohlkehlenachse etwas gebogen. Die Leisten reißen etwas. Das ist aber nicht weiter schlimm.
Ich habe auf der Außenseite der Leisten dann auch etwas Sekundenkleber aufgebracht und diesen dann verschmiert.

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Bild 66


Entspannung pur - Das Beplanken des Schiffsbodens

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Bild 67 (Schiffsboden Richtung Heck)

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Bild 68 (Schiffsboden Richtung Bug)

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Bild 69 (unbeplankte Stellen hervorgehoben)

Nach diesen Aktionen war das Beplanken des Schiffsbodens eine richtige Entspannung. Sie verlief ohne Probleme. Ich habe die Leisten entsprechend geschnitten und verklebt.
Das Einzige was mich etwas verwundert hat, dass ich nicht eine wie angegeben, sondern zwei Leisten dann übrig hatte. Allerdings habe ich auch die Reststücke der Leisten verarbeitet, so dass sich da wohl Material einsparen ließ.

Das war heute wirklich spannend!

Nächste Woche geht es wohl mit dem Abschluss der Erstbeplankung.weiter

Bis dahin fröhliches Kleben :)


Letzte Bearbeitung:16.12.2006 - 18:49:27