bismarck.oehm.net
Ein Baubericht über die Amati-Bismarck

Der Rumpf

Ausgabe 17 und 18

Decksarbeiten - Ausgabe 17

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Bild 89

Diese Ausgabe war irgendwie sehr schnell geschafft und massig Teile übrig. Ich denke, dass diese Teile dann in der Ausgabe 18 verbaut werden. Allerdings ist es hier wieder sehr wichtig sehr präzise zu arbeiten, da ich annehme, dass die Wanten (Zitadelle ??) sich an dem Deck dann orientieren werden.

Daher gilt: Trotz – oder gerade wegen der wenigen zu verbauenden Teile schön ruhig und akurat zu arbeiten.

Da dieser „Bericht“ doch sehr klein ausfällt, werde ich ihn mit der Ausgabe 18 fortführen.


 

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Bild 90

Die durchgeführten Arbeiten sind schnell geschildert. Ich habe gemäß Bauanleitung die Deckplanken verklebt und die bugwärtigen Überhänge abgesägt und geschliffen.

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Bild 91


Decksarbeiten - Ausgabe 18

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Bild 92

Heute war dann das sogenannte „Kalfatern“ des Bugbereiches sowie die Montage der Bug-Deck-Platten an der Reihe.

Kalfatern bedeutet hier, dass Streifen von Mullbinden mit einem Ponal-Wasser-gemisch auf die Innenseiten der Bugplanken gebracht werden. Danach wurden die Bugplatten (Teile 60) zusammen geklebt und auf die Oberseiten der Bugspanten angebracht.

Leider musste ich dann heute auch eine neue Rubrik erstellen:
Vorsicht Falle!

Es scheint, dass es da doch so das ein oder andere Qualitätsproblem gibt. Mehr dazu aber in der entsprechenden Rubrik. Hier geht es jetzt erstmal mit dem „normalen“ Abarbeiten der Ausgabe 18 weiter.


Kalfatern

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Bild 93

Da ich vor ein paar Wochen meinen Verbandskasten mal erneuern musste (war schon „etwas“ abgelaufen) hatte ich noch genügend Mullbinden zur Verfügung.

Entsprechend der Anleitung habe ich dann Stücke zurecht geschnitten und danach mit einem in einem Ponal-Wasser-Gemisch getauchten Pinsel an die Innenseiten der Bugplanken gedrückt.
Das Ganze ist recht „frimelig“ soll heißen – man musst stopfen und wieder zurecht ziehen.
Nachdem die Planken beklebt waren, habe ich ordentlich unverdünntes Ponal darüber fließen lassen.


Das Bugdeck - Das Zusammenfügen

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Bild 94

Es besteht aus 2 Platten (Teilenummer 60). Die bei mir allerdings unterschiedlich Länge hatten (auch wenn die Differenz nur 0,4 – 0,5 mm betrug.

Zunächst wurde eine Platte mit Markierungen versehen, die anzeigt, in welchen Bereichen die Verbindungsleisten geklebt werden sollen. In der Folge wurden dann an den entsprechenden Stellen 2 Leisten aus dem Vorrat der 10 x 3 mm Decksleisten aus Ausgabe 17 mit Sekundenkleber fixiert (Bild 94)

Nach dem Trocknen habe ich beide Platten mit Sekundenkleber zusammengefügt. Wobei ich an der Schmalseite (also bugwärtig) auf eine exakte Passung der Länge geachtet habe.
Daher sind auch die Spaltmaße auf Bild 98 etwas unterschiedlich.


Das Bugdeck - Ausrichthilfe für die Decksplatten

Nachdem beide Teile 60 gut miteinander verklebt waren, kam die Frage nach dem exakt mittigen Ausrichten auf. Im heckwärtigen Bereich (also Richtung Gerüst) war das kein Problem. Aber vorne am Bug schon eher.
Zum Glück hatte ich seinerzeit auf Teil 35 auch eine Mittellinie gezogen, obwohl die damals eigentlich nicht notwendig war. Nun musste eine Lösung gefunden werden, die Linie auf eine Ebene höher zu „verlängern“

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Bild 95

Dazu habe ich zwei Wäscheklammern etwas beschnitten, (Bild 96) die Winkel aus Bauabschnitt 12 (Rechtwinkligkeit der Platten 58) sowie zwei Klammern. Ich denke, dass der Aufbau recht gut auf Bild 95 erkennbar ist.

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Bild 96 (die zurecht gesägten Wäscheklammern)


Mittels dieser Konstruktion konnte ich dann die Decksplatten sehr exakt ausrichten.


Das Bugdeck - Das Verbinden von Rumpf und Deck

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Bild 97

Für die Fixierung der Decksplatten habe ich „Pattex Stabilit“ verwendet. Es ist ein 2-Komponentenkleber. Man mischt eine entsprechende Menge von Härter und Kleber zusammen und kann diese Massen dann etwa 10 Minuten verarbeiten. Das klappt super!
Ich habe alle Spantenoberseiten dich damit bestrichen. Nur vorne, wo die Ausrichthilfe von Bild 95 war, habe ich lieber die Unterseite der Decksplatten bestrichen, damit ich nicht versehendlich die Hilfskonstruktion dauerhaft am Schiff verbinde ;)
Außerdem habe ich auf der Unterseite die Verbindungsleisten und die Stoßkante, wo beide Teile 60 aneinander stoßen dick mit Stabilit bestrichen.
Die Decksplatten wurden nun auf die Spanten gelegt und entsprechend ausgerichtet. Tz Beschwerung kam wieder mein Akkuschrauber zum Einsatz :D

Die Decksplatten beschreiben einen leichten Bogen! Daher habe ich den Akkuschrauber in die Mitte gestellt, damit sich die Platten entsprechend anpassen können.
Bild 97 zeigt die Trockenphase.


Das Bugdeck – Übergang zum Decksgerüst

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Bild 98

Ich habe soeben in den Foren gelesen, dass einige Schiffsbaukollegen deutliche Unterschiede beim Übergang des Decksgerüstes zum Bugbereich feststellen mussten.
Daher zeige ich zum Abschluss meines heutigen Berichtes den Status meines Überganges.
Der Unterschied betrug bei mir 0,69 mm über die gesamte Breite, also 0,354 mm auf jeder Seite. Da ja die Teile nicht Stoß-an-Stoß liegen, habe ich einen korrekt wirkenden Verlauf.

Deutlich zu erkennen sind die schon oben erwähnten unterschiedlichen Spaltmaße.
Die Backbordplatte war etwas kürzer, wenn auch nur minimal.


Viel Erfolg und bis zum nächsten Bericht ...


Letzte Bearbeitung:07.01.2007 - 15:58:43