bismarck.oehm.net
Ein Baubericht über die Amati-Bismarck

Der Rumpf

Ausgabe 23

Der Rumpf ist geschlossen ...

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Bild 134

Heute wurde bei mir das erste Formteil eingebaut, die Mittschiffs-Zitadellen-Beplankung sowie die Fixierung der Decks und das Bohren der Löcher für Ruderwellen.

Das Formteil musste etwas beschliffen werden und ein Auffüttern des Hecks war erforderlich. Der Aufwand hielt sich aber in Grenzen.

Das Schleifen der Zitadellen-Beplankung war da schon deutlich aufwändiger.


Einpassen des Heckformteils

Das Formteil soll etwa 0,7 mm über die Beplankung hinausragen. Bild 135 zeigt dass es in einigen Bereichen etwas mehr waren (etwa 1,4 mm)
Daher habe ich das Heck im Bereich der Beplankung erstmal etwas mit Spachtelmasse aufgefüttert und eine Nacht schön feste trocknen lassen.

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Bild 135

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Bild 136

Bild 136 zeigt den nun aktuellen Zustand nach dem Schleifen. Wobei ich immer wieder kontrolliert habe, ob die Abstände stimmen.
Nachdem die Abstände korrekt waren, wurde das Formteil mit Stabilit am Heck und der Platte 66 verklebt und gut trocknen gelassen.


Die Zitadelle Mittschiffs

Hier wurde es etwas kniffelig. Der „Sprung“ vom Gürtelpanzer zur Zitadelle ist schon bei den Spanten nicht sehr ausgeprägt.
Erschwerend kommt hinzu, dass dieser Übergang bei den Spanten schräg ist. Die untere Planke würde beim Fixieren somit auch schräg werden und der Übergang zu schmal.
Die Zeichnung 1 soll das Problem verdeutlichen. Die linke Zeichnung zeigt rot die schräge Planke.

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Zeichnung 1

Ich habe dann entsprechend der rechten Skizze gearbeitet und die untere Planke abgeschrägt (Bild 137). Diese Vorgehensweise hatte ich auch schon bei der vorherigen Ausgabe angewendet.

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Bild 137

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Bild 138

Bild 138 zeigt die fertige Beplankung der Zitadelle.
Die oberen Planken wurden vor dem Fixieren schon der Länge nach auf die notwendige Höhe der Spanten geschnitten, so dass ich mit sehr viel Schleifarbeit sparen konnte.
Die Innenseiten der Zitadellbeplankung wurde noch nicht mit Stabilit bestrichen.
Das war dann der nächste Arbeitsgang, zusammen mit einem Mittelbalken (Bild 139), den ich für eine eventuell erforderliche weitere Fixierung des Decks mal eingebaut habe. Muss man aber nicht haben. 

Das Bestreichen mit Stabilit hingegen ist zu empfehlen, da später ein massives Beschleifen der Zitadelle erfolgt und da sollten die Planken wirklich sehr feste sein !!

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Bild 139


Die Löcher für die Ruder

Die Löcher für die Ruder wurden der Anleitung entsprechend gesetzt.
Dabei ist der leichten Schräge des Spantes zu folgen.
Zuerst habe ich ein 1,5mm Loch gebohrt, das ich dann auf 3mm aufgebohrt habe. (Bild 140)

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Bild 140


Das Schleifen der Zitadellbeplankung

Die Zeichnung Z2 skizziert, wie ich mir die weitere Beplankung seitens Amati vorstelle. Ist aber nur eine Vermutung!
Nach dem Fixieren der Decks (das ich erstmal mit Schrauben gemacht habe, bevor ich die Decks eventuell verleime) liegen diese ziemlich exakt auf der Erstbeplankung der Zitadelle auf (In der Skizze blau).

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Zeichnung 2

Ich habe nun die Außenkanten der Decks exakt bündig mit der Beplankung geschliffen.
Außerdem habe ich noch ein paar Zehntel der Zitadellbeplankung abgeschliffen. Dadurch wird der Übergang zum Gürtelpanzer noch etwas hervorgehoben.

Zum Schleifen habe ich meine Schleifhilfe aus der letzten Ausgabe genommen.
Aber bitte in langen Hüben schleifen, sonst bekommt man Wellen rein.

Der Abstand Zitadelle / Gürtelpanzer beträgt nun umlaufend in etwa 0,85 bis 1,05mm.

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Bild 141

Man sollte m.E. auch darauf achten, dass sich möglichst ein 90° Winkel (Deck/Zitadelle) ergibt. Zumindest in der Mittschiffssektion. Im Bugbereich ist das nicht möglich.
Bild 141 zeigt einen Ausschnitt der Mittschiffszitadelle nach dem Schleifen.

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Bild 142

Bild 142 zeigt den aktuellen Status Quo meiner Bismarck.
Das war es denn mal wieder für heute ...

Ich wünsche noch frohes Kleben und Schleifen :)


Letzte Bearbeitung:17.02.2007 - 17:50:07