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Ein Baubericht über die Amati-Bismarck

Der Rumpf - Teil 2

Ausgabe 39

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Bild 293

Das Beplanken geht in die nächste Runde ...

Diesmal ging es mit dem Beplanken des Rumpfes weiter. Da wir ja alle schon reichlich Erfahrung mit dem „Zweitbelanken“ haben, ist diese Ausgabe eher Routine. Dennoch werde ich im zweiten Teil meines heutigen Berichtes so den ein oder anderen Hinweis geben, der mir interessant erscheint.

Der erste Teil befasst sich mit einer Thematik, die eigentlich in den Bereich „My Way“ gehören würde.

Aber da er thematisch in die Zweitbeplankung gehört schreibe ich hier über meine Vorgehensweise.


Übergang der Wellenhose zum Rumpf

Wie schon öfters erwähnt habe ich die Wellenhose modifiziert, da sie nicht hoch genug war.
Daraus ergibt sich aber nun das Problem, dass die Kontur nicht mehr mit der Kontur im Bereich des Spantes 43 übereinstimmt.
Nach dem Einbau der Wellenhose war dies sehr deutlich geworden. Bei einer „normal“ durchgeführten Zweitbeplankung direkt auf den Leisten der erste Beplankung wäre es ohne Spachteln zu einer hässlichen Stoßkante gekommen, die in keinster Weise hinnehmbar ist.
Also blieb nur entweder zu Spachteln, zu unterfüttern oder aber – wie ich es gemacht habe – die entsprechenden Stellen mit 2 mm Platten zu bekleben, die die Konturunterschiede (sowie meine Unzulänglichkeiten bei der Erstbeplankung) beseitigen.
Als Material habe ich nach längeren Überlegungen und Tests dann 2mm Balsaholz verwendet. Es ist zwar recht weich (weshalb ich es für die Zitadellenpanzerung nicht verwendet habe) aber für diesen Einsatzzweck ideal.

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Bild 294

Zunächst habe ich eine Schablone aus Papier angefertigt, um die Linienführung zu ermitteln. Danach wurden die Platten ausgeschnitten (Bild 294). Um das Material gut biegen zu können wurden die Platten rund 30 Minuten in heißes Wasser gelegt. Danach ließen sie sich wunderbar der Kontur anpassen.

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Bild 295

Bevor ich die Platten auf den Rumpf klebte, habe ich im Bereich des Kiels das Ganze noch etwas begradigt und „kastenförmiger“ gemacht, damit es zur Wellenhose passt (Bild 295), denn der ganze Bereich war bei mir einfach zu rund geworden.

Die Bilder 296 und 297 zeigen die aufgeklebten Platten, die deutlich über den Kiel hinausragen. Auf den Bildern ist auch gut zu erkennen, dass eine 1mm starke Standardbeplankung hier an verschiedenen Stellen nicht ausgereicht hätte. Nun kann ich durch Schleifen die Kontur des Rumpfes ohne Probleme (so hoffe ich zumindest) anpassen.

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Bild 296
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Bild 297

Der nächste Schritt war dann die Höhenangleichung der Platten auf die Kielebene sowie das „Auffüttern“ einer „Delle“ (Bild 298 – der blaue Pfeil zeigt die aufgefütterte Stelle).

Somit ist nach der Kontrolle der komplette Rumpfboden absolut plan. Der Abstand des Bodens beträgt exakt 1mm zur Abschlusskante der Wellenhose.

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Bild 298


Das Beplanken

Das Beplanken verlief - wie vermutet – recht unproblematisch. Da ich mich immer noch standhaft weigere die Schlingerkiele jetzt schon einzubauen, musste ich eine Markierung anbringen, in welchem Bereich sich die Kiele befinden werden, um genau daran die vorletzte Leistenreihe des heutigen Tages zu positionieren (Bild 299).

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Bild 299

Bild 300 zeigt dann den Abschluss der heutigen Arbeiten im Bugbereich und Bild 301 im Heckbereich. Hier ist mir aufgefallen, dass in der Bauanleitung nichts von den Ruderwellenöffnungen stand.

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Bild 300

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Bild 301

Auch konnte ich auf dem Foto keine Öffnungen mehr erkennen Ob man sich bei Amati da was Neues ausgedacht hat oder es einfach vergessen wurde, vermag ich nicht zu sagen

Allerdings habe ich die Öffnungen nur auf die Zweitbeplanung aufgezeichnet. Vielleicht hat sich Amati ja wirklich dabei auch was gedacht.

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Bild 302

Bild 302 zeigt den status quo heutigen Aktivitäten im Heckbereich.

Das war es dann auch schon für diese Woche.

Bis zum nächsten Mal wünsche ich wie immer frohes Kleben :D


Letzte Bearbeitung:02.06.2007 - 07:26:37