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Ein Baubericht über die Amati-Bismarck

Die Aufbauten - Teil 2

Ausgabe 62

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Bild 469

Viele Probleme – NEIN – Herausforderungen ;)

Zunächst der Hinweis, dass es besser ist, diese Ausgabe 62 VOR der Ausgabe 61 zu verbauen!
So erspart man sich die diverse Gefährdungen der unteren Relings!

Achtung:
Unbedingt auch die Hinweise im Bericht 67 beachten!

Ich hatte zunächst das Biegen des Teils 420 mit einem gleichlangen Papierstreifen geübt. Keine Chance.

Schaut man sich den Schritt 09 in der Anleitung an, so wird man feststellen, dass dies ein unmögliches Bild ist.
Teil 420 und die Reling rechts oben scheinen „verschmolzen“ ..... Photoshop lässt grüßen ;)

So ging es also nicht.

Bild 470zeigt meine „radikale“ Lösung. Ich habe das Teil 420 von der Rückseite aus mit einem Cutter und einer gebrauchten Klinge geteilt (Bild 470).
Nun war das Biegen kein Problem mehr. Eine Schere ist dafür nicht geeignet, da sie das Material quetscht.

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Bild 470

Doch nun kam das nächste Problem. Bei mir überlappten die beiden Teilstücke um gut 3mm. Die Öffnung in diesem Relingbereich war nun gut um die Hälfte schmaler.

Da fiel mir ein, dass mir bei der letzten Ausgabe aufgefallen war, dass zwischen dem Decksteil und der Holzstruktur ein relativ großer Abstand war. Ich hatte seinerzeit angenommen, dass das so geplant war.
Ich habe das Decksteil dann mal probehalber aufgelegt. Bild 471 zeigt im roten Bereich den Abstand zwischen der Wand und dem Deck.

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Bild 471

Diese beiden Faktoren – die Überlappung und der etwa 1mm breite Abstand Deck/Wand lassen nur einen Schluss zu – die Struktur ist zu kurz!

Nach einem kurz in den Raum geworfenen Fäkalausdruck aus tiefsten Herzen begann dann der Problemlösungsprozess.
Da die Struktur zu kurz ist – zumindest bei mir – habe ich sie einfach mit einem Stück Flugzeugsperrholz verlängert. Die Radien an den Seiten wurden mittels 1mm-Stryrene-Platten erstellt und entsprechend geschliffen.


Aufgrund der schon montierten Relings war das nicht so ganz einfach. Bild 472 zeigt meine Problemlösung.

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Bild 472

Deutlich zu erkennen ist, dass der Abstand der Deckskante zur Wand nun viel schmaler ist. Und nun passten die beiden Teile 420 auch fast perfekt. Musste lediglich 1/10 mm beischleifen.

Nun wurden die Löcher gebohrt, was durch die Relings auch mit großer Vorsicht zu geschehen hat.

Nachdem die Lochränder geschwärzt waren, wurden beide Teile 420 wie in der Anleitung angegeben mit den Kleinteilen bestückt und auf die Holzstruktur geklebt.

Wobei ich die „Dächer“ 430 bis 432 noch nicht befestigt habe, da diese bei der Montage der Decksplatte abbrechen könnten bzw. den Einbau wieder unnötig erschweren.

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Bild 473

Bild 473 zeigt nun das Endergebnis. Der Preis für meine „radikale“ Lösung ist, dass ich nun den kleinen Spalt mit Spachtelmasse schließen und später dann verschleifen muss. Aber damit kann ich leben ;)

So, das war es denn auch schon für diese Woche.

Bis zum nächsten Mal wünsche ich wie immer frohes Kleben.


Letzte Bearbeitung:15.12.2007 - 11:18:49