bismarck.oehm.net
Ein Baubericht über die Amati-Bismarck

Die Aufbauten - Teil 2

Ausgabe 69

069069_510.jpg

Bild 510

Der Großmast - das Verjüngen

Heute kam dann die Aktion, die ich immer gefürchtet habe aber bei einem „modernen“ Kriegschiff erwartet hatte.

Das verjüngen von Masten. Bei Segelschiffen ist das ja üblich (Masten, Rahen etc.) Aber das auch bei der Bismarck so was erforderlich sein würde – da musste ich erstmal schlucken.

Das Verjüngen von Hand zu erledigen erscheint mir äußerst problematisch.

In der Anleitung wird auch nicht der geringste Hinweis gegeben, wie man das am Besten bewerkstelligt.
Eine Drechselmaschine habe ich nicht – auch keine Drehbank. Aber ich habe einen Bohrschleifer, bei dem zum Glück die Werkzeuge sehr tief versenkt werden können.

Ich habe den 3mm Rundstab so weit wie möglich eingespannt und mittels Schleifpapier und bei 5000 U/min den oberen Teil verjüngt.

Das ging sehr gut. Man muss nur irre aufpassen, dass man nicht zuviel Druck ausübt, da der Stab sonst brechen wird.
Außerdem muss man darauf achten, dass man nicht zuviel Material von der Spitze wegnimmt. Das passiert ganz schnell.

Also zwischendurch immer mal kontrollieren, ob die Spitze noch minimal 1,5mm Durchmesser hat. Gleiches gilt für die Stelle, an der später Teil 509 fixiert werden soll.

Unbedingt darauf achten, dass der Durchmesser des Stabes nicht kleiner als die Öffnung von 509 ist!

069069_511.jpg
Bild 511

Nachdem der obere Teil verjüngt war (Bild 511) habe ich den Stab soweit wie möglich herausgezogen (er steckte dann noch etwa 10mm im Bohrfutter und den restlichen Teil verjüngt. Da der Stab nun sehr weit herausragt muss man extrem vorsichtig sein. Aber bei dieser zweiten Runden muss auch nicht mehr soviel material abgetragen werden, daher ging das ganz gut.
Bild 512 zeigt den verjüngten Mast.

069069_512.jpg
Bild 512


Die Schräge bei Teil 502

Zu der Schräge äußert sich die Anleitung kaum. Ich habe nicht einmal Maßangaben gefunden. Anhand der Zeichnung berechnete ich dann mittels Dreisatz die Höhe der Schräge. Wenn ich mich nicht vermessen oder verrechnet habe, müsste diese 13mm sein. Also habe ich 13mm vom Rand des Teils 502 eine Linie gezogen. Die Rohr wurde in einen Schraubstock gespannt und zwar Schräg(!!!) siehe Bild 513 (Die gelbe Markierung verdeutlicht etwas, wie schräg das Rohr zwischen den Spannbacken eingespannt wurde).

069069_513.jpg
Bild 513

Zur Veranschaulichung habe ich eine Skizze (Bild 513a) erstellt, die – so hoffe ich – das Ganze besser beschreibt.

069069_513a.jpg
Bild 513a

Der grün markierte Holzstab (in Bild 513) dient dazu, dass das Rohr beim Einspannen nicht zerdrückt wird. Beim Feilen muss dieser natürlich entfernt sein!


Einpassen der Teile 509 und 510 und der Ruderlagenanzeiger

Nun ging es an die Feinarbeiten am oberen Mastteil.

Der Mast wurde nun mit der Hand und Schleifpapier soweit beschliffen, dass das Teil 509 (welches natürlich VOR Teil 510 verklebt bzw. aufgeschoben werden muss ;) sich bis zur entsprechenden Position schieben lässt (Bild 514).

069069_514.jpg
Bild 514

Danach wurde zuerst Teil 509 verklebt, dann Teil 510. Darauf achten, dass beide Teile parallel sind.
Beim Teil 505 (Ruderanlagenanzeiger) ist die Anleitung etwas verwirrend.

Zum Einen wird geschrieben, dass die Kerben unten sein sollen, auf dem Bild sind diese jedoch oben. Ich habe sie nach unten gelegt und entsprechend gebogen. Das kann zwar falsch sein, aber schadet wahrscheinlich auch nicht.

069069_515.jpg
Bild 515

Wie auf Bild 515 zu erkennen ist, habe ich den Boden des Standes schon mal dunkelgrau und die Seitenwände von innen hellgrau gestrichen. Denn nun kann man diese Teile noch gut erreichen. Nach der Montage am Mast, ist das schwieriger.


Montage Mast, Anzeiger und Plattform

Hierzu wurde eine kleine Hilfskonstruktion erstellt.
Die zum gewährleistet, dass alle Teile zueinander im richtigen Winkel passen.

Bild 516 zeigt die Konstruktion während der Kleber trockent

So, das war es denn mal wieder für heute und dieses Jahr.

Diesmal wünsche ich nicht nur frohes Kleben, sondern auch einen

„Guten Rutsch“ und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2008.

069069_516.jpg
Bild 516

 


Letzte Bearbeitung:29.12.2007 - 12:59:55