bismarck.oehm.net
Ein Baubericht über die Amati-Bismarck

Die Aufbauten - Teil 2

Ausgabe 92 bis 95

092092_609.jpg

Bild 609

Beplankung der Türme

Ausgabe 93
Ausgabe 94
Ausgabe 95

Die heutigen Aktivitäten empfand ich als sehr schwierig, zumal die Platten nicht sonderlich passgenau waren. Naja, wir haben ja noch drei Ausgaben zum Üben ;)
Und man muss einiges an Zeit mitbringen. Ich habe heute gut drei Stunden gebraucht.

Zunächst habe ich die Holzstruktur des Turmes mittels eines mit Schmirgelpapier beklebten Holzes geschliffen. (Bild 610)

092092_610.jpg
Bild 610

Nun ging es an die Schräge der Bodenplatte. Um diesen 3 mm Abstand zu erreichen bin ich umgekehrt vorgegangen. Ich habe die Abstände der Scheitelpunkte zu den Teilen 877 / 878 gemessen. Diese betrugen in etwa 6,4 mm. Also schnitt ich einen 3 mm breiten Streifen zurecht und und drückte diesen feste gegen die Teile 877 / 878 während ich die Linie zog. (Bild 611)

092092_611.jpg
Bild 611

Entlang dieser Linie wurde danach die Stärke der Bodenplatte mittels einer Feile wie angegeben um ca. die Hälfte reduziert. Das verbleibende Material wurde mittels des in Bild 610 abgebildeten Holzes abgeschrägt. Ich hoffe, dass man die Kontur in Bild 612 gut erkennen kann.

092092_612.jpg
Bild 612

Ich rate nun DRINGEND dazu diese Schräge mit flüssigem Sekundenkleber gut zu tränken und zu warten, bis dieser fest ist. Denn ansonsten wird es garantiert passieren, dass die extrem dünnen Kanten an der Radien abbrechen werden. Bild 613 zeigt die mit Sekundenkleber getränkte Schräge.

092092_613.jpg
Bild 613

Danach kam dann der schwierige Teil des Tages - das Beplanken.

Die Platten 886 / 887 waren noch recht unproblematisch. Man muss nur schauen, dass sie so anliegen, dass die Platten 888 sowie 890 möglichst sauber anschließen.

Die Platte 888 musste ich an den Übergängen zu den Seitenteilen etwas unterfüttern. Das habe ich zunächst mit Styreneplatten gemacht, allerdings wollte dann der Sekundenkleber nicht so richtig feste werde.
Daher benutzte ich im zweiten Anlauf Balsa, was sehr gut klappte.

Um die Platte 889 sauber zu positionieren verwendete ich eine 1 mm Balsaplatte (Bild 614 orange markiert), welche entsprechend geschliffen und danach mit der Platte 889 beklebt wurde.

092092_614.jpg
Bild 614

Weiter ging es mit den Platten 891 sowie 892, die zunächst “geknickt” und dann auf die Struktur geklebt wurden.

Im Anschluss habe ich den Innenbereich für die Geschütze - wie in Bild 615 gezeigt - grau gestrichen, da das später schwierig sein könnte, aber wahrscheinlich nötig, da man gegebenenfalls den Innenbereich sehen wird.

092092_615.jpg
Bild 615

Anschließend wurden die Platten 890 sowie 894 verklebt. Erst zum Schluss habe ich die Decken-Platte 893 festgeklebt.

Also das Beplanken ist wirklich schwierig. Ich habe an einigen Stellen die Platten gekürzt - auch wenn das zu Lasten der Nieten ging. Aber lieber ein paar Nieten zu wenig, als hässliche Stoßstellen bei den Übergängen. Ich werde auch noch flüssigen Spachtel einsetzten müssen, da doch das ein oder andere “Loch” nicht zu vermeiden war.

Zu guter Letzt habe ich den Turm abgeklebt und die Stufen mit den Schrägen mit Sprühspachtel behandelt, der allerdings nun erstmal gut trocknen muss, bevor ich ihn schleifen kann. Auch erst danach werden die Streifen 895 angebracht.

So, das war es denn für diese Woche.
Wie immer an dieser Stelle wünsche ich frohes Kleben


Der zweite Turm entsteht

093093_616.jpg
Bild 616

Heute ging es an den nächsten Turm. Mich haben einige Zuschriften erreicht, in denen die Kollegen Ihre Vorgehensweisen schilderten.
Sehr mutige (wie ich finde) haben die Platten verlötet - ohne die Holzstruktur! - und das Ergebnis sah gut aus - Respekt. Aus Foren kam dann der Hinweis, dass die Dimensionen der Holzstrukturen durch die Schnittbreite des Lasers minimal zu klein wären.
Der Grund Laser erscheint mir plausibel. Und auch ich hatte den Eindruck gewonnen, dass da immer etwas am Holz fehlen würde. Es wurde eine "Vorbeplankung" aus Fotokarton empfohlen. Eine praktikable Lösung, allerdings könnte ich mir vorstellen, dass es beim Einsatz als Fahrmodell dann über kurz oder lang zu Problemen mit dem Karton und der Feuchtigkeit kommen könnte.

Aber eine partielle Auffütterung der Struktur halte ich für sehr sinnvoll. Daher habe ich diese Woche verstärkt 1 mm Balsaholz verwendet.
In Bild 616 zeige ich die Unterfütterung der hinteren Rundung. zusammen mit der in Bild 617 gezeigten Unterfütterung der hinteren Schräge passt alle Teile dann doch deutlich besser, als beim letzten Mal.

093093_617.jpg
Bild 617

093093_618.jpg
Bild 618

093093_619.jpg
Bild 619

Aber auch heute ließen sich wie die Bilder 618 sowie 619 zeigen kleiner Unstimmigkeiten und Spalten leider nicht ganz vermeiden, aber dafür gibt es ja Spachtel und Grundierung ;)
Ansonsten bin ich mit dem heutigen Ergebnis nicht unzufrieden.

So, das war es denn auch schon wieder für heutte. Bis zum nächsten Mal wünsche ich wie immer frohes Kleben.


Der dritte Turm

094094_620.jpg
Bild 620

Zunächst ein wichtiger Hinweis!
Es handelt sich um eine andere Platine, mit weitaus besser passenden Teilen! Daher sind alle Maßnahmen, die bei den letzten beiden Ausgaben zu einer Verbesserung der Passgenauigkeit führten nun kontraproduktiv. Auffüllungen mit Balsaholz waren bei mir nicht erforderlich.
Auch sollte man sich nicht verleiten lassen früher Ausgaben (92/93) für diese Ausgabe zu benutzen. Bild 620 zeigt den Grund. Die Rückseite ist etwas anders. Der linke Turm stammt aus Ausgabe 94, der rechte Turm aus Ausgabe 93.
Wenn ich Urlaub gehabt hätte, wäre ich wahrscheinlich voll in diese Falle getappt, da ich alle Türme auf einmal gebaut hätte. Glück gehabt ;)

Heute möchte ich einwenig das Bearbeiten der Bodenplatte zeigen. Zwar habe ich das Thema schon in Ausgabe 92 angeschnitten, aber hier möchte ich noch etwas genauer darauf eingehen.

094094_621.jpg
Bild 621

Nachdem zunächst der 3mm Abstand angezeichnet wurde (Siehe Bild 611 weiter oben) habe ich die Stärke der Rundungen wie in Bild 621 gezeigt um etwa die Hälfte reduziert. Die Feile hat eine glatte Seite. Diese wurde gegen die Stoßkante gerichtet, damit sich der 3mm Abstand zum Turm nicht verringert.

094094_622.jpg
Bild 622

Bild 622 zeigt die Kontur nach dem Feilen. Nun wurde der Turm wie in Bild 623 auf eine Platte gelegt, so dass der Absatz etwas übersteht.

094094_623.jpg
Bild 623

Rechts im Bild zu erkennen ist der mit groben Schleifpapier (80er) beklebte Holzblock zu sehen. Mit diesem wurde nun ganz vorsichtig die Schräge geschliffen.

Aber mann sollte wirklich immer kontrollieren, da man sonst zuviel abschleift. Auch wird das Ganze an den dann sehr dünnen Radienkanten SEHR empfindlich.

094094_624.jpg
Bild 624

Bild 624 zeigt das Ergebnis. Deutlich sind die Schrägen auf den beiden Seiten zu erkennen. Da dieser Bereich aber nun sehr empfindlich ist, sollte man unbedingt wie in Bild 625 gezeigt die Kanten und Schrägen mit flüssigem Sekundenkleber tränken.

094094_625.jpg
Bild 625

So, das war es denn auch schon wieder für diese Woche. Bis zum nächsten Mal wünsche ich wie immer frohes Kleben.


Die vier Türme

095095_626.jpg
Bild 626

So, mit der heutigen Ausgabe sind die vier Hauptgeschütztürme der Bismarck fast fertig gestellt.
Fast deshalb, da ich noch Spritzspachtel für die bearbeiteten Bodenplatten besorgen muss und erst nach dem Schleifen die Nietbänder in diesem Bereich anbringen werde.

Da ich in den letzten Wochen ja schon detailliert über die Montage und die kleineren und größeren Tücken der Objekte geschrieben habe, bleibt mir heute somit nur ein Gruppenbild (Bild 626) des Ergebnisses von 8 Wochen Bastelarbeit zu zeigen.

In der nächsten Ausgabe kommen dann die 15cm Geschütze an die Reihe. Bis dahin wünsche ich wie immer

Frohes Kleben


Letzte Bearbeitung:05.07.2008 - 09:20:33