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Ein Baubericht über die Amati-Bismarck

Die Aufbauten - Teil 2

Ausgabe 108

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Bild 679

Mast und Schornstein

Eigentlich war ich davon ausgegangen, dass die heutige Ausgabe mal so eben erledigt ist. Den Mast anfangen und drei Plastikteile zusammenkleben - Eine Sache von einer halben Stunde - maximal.

Aber es kam dann doch ganz anders.

Der Mast war in der Tat sehr schnell erledigt. Die Holzspitze wurde entsprechend der Anleitung unter Zuhilfenahme meiner Proxxon und eines Schleifkeils verjüngt (Bild 680). Die Vorgehensweise hatte ich ja schon in einer der vorherigen Ausgaben erläutert. Die Ringe waren ebenfalls sehr schnell positioniert und fixiert.

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Bild 680

Danach ging es an den Schornstein. Beim Betrachten der Krone kam mir diese dann doch recht grob vor. Auch und gerade diese “Rippen” waren für mein Empfinden doch sehr grob ausgefallen.
Ich habe mir daraufhin dann die Bilder bei Josef Kaiser “....” angeschaut und sofort erkannt, dass hier etwas geschehen muss.
Zur Sicherheit habe ich mir eine zweite Ausgabe geholt, denn man weiß ja nie, ob alles so gelingt, wie man es sich vorstellt ;)

Nun ging es an die Umsetzung.
Zunächst habe ich die “Innereien” der Krone ausgefräst, was eine recht langwierige Angelegenheit war. Das Ergebnis dieser Prozedur zeigt Bild 681.

Nun ging es darum, die Rippen zu erstellen. Die Form der beiden Längsrippen habe ich der Krone entnommen, die Höhen der Querrippen ergaben sich dadurch automatisch. Die Querrippen sind etwa 8mm voneinander entfernt, die Längsrippen orientieren sich an dem kleinen Rechteckkasten im vorderen Teil der Krone, den ich bewußt habe stehen lassen.
Ich habe mich für eine Vorgehensweise entschieden, die sowohl im Papiermodellbau wie auch schon bei den 15cm Geschützen praktiziert wurde.

Und zwar Teile, die ineinander gesteckt werden, indem man entsprechende Schlitze einfügt. Bild 681 zeigt die Rippen aus 0,5mm Styrene vor dem Zusammenbau.

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Bild 681

Man muss allerdings recht vorsichtig und genau sein. Und die Schlitze sollten etwas länger als nötig sein - das nur ein kleiner Hinweis.
Bild 682 zeigt die zusammengesteckten Rippen. Im nächsten Schritt wurden diese Rippen untereinander mit Sekundenkleber (Gel) erst punktuell und danach mit flüssigem Sekundenkleber an jeder Verbindung fixiert. Im Anschluss daran erfolgte eine Anpassung der Seiten, so dass diese Konstruktion gut in die Krone passte und mit Sekundenkleber dort festgeklebt wurde.

Der nächste Schritt erforderte, dass die Rippenkonstruktion wirklich ABSOLUT fest mit der Krone verbunden war. Das Egalisieren der Rippenhöhe auf die Höhe der Krone. Hier muss man natürlich sehr behutsam und vorsichtig sein, da diese Konstruktion recht fragil ist.
Zum Schluss habe ich noch etwas Fliegendraht auf die Unterseite der Krone geklebt. Die Bilder 683 und 684 zeigen das Ergebnis meiner Aktivitäten auch im Vergleich zum gelieferten Original (Bild 684).

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Bild 683
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Bild 684

Auch wenn meine Rippen schon geschwärzt sind, kann man m.E. doch recht gut erkennen, dass diese Konstruktion zierlicher wirkt, als das Originalteil - auch wenn es stellenweise nicht so schön gerade ist. Ich persönlich bin froh, dass ich diesen Aufwand betrieben habe.

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Bild 685

Als Letztes wurden dann bei beiden Schornsteinhälften im oberen Abschluss eine der Krone entsprechende Öffnung gefräst. Danach die Hälften von innen geschwärzt (was nun wirklich erforderlich ist!!) und zusammengeklebt.

Und das war es denn auch schon für diese Woche.
Bis zum nächsten Mal wünsche ich wie immer frohes Kleben.


Letzte Bearbeitung:11.10.2008 - 12:14:27