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Ein Baubericht über die Amati-Bismarck

Komplettierung des Rumpfes

Ausgabe 113 und 113B

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Bild 693

Die Wellenhosen

Ausgabe 113a
Ausgabe 113b

Nun geht es mal wieder mit dem Rumpf weiter. Für diese Ausgabe habe ich mir viel Zeit gelassen und auch nur teilweise durchgeführt.

Hauptthema war das Positionieren und Fixieren der äußeren Wellenhosen. Vor dieser Aufgabe war mir etwas mulmig zumute, da dies so Teile sind, mit denen man sich ein bisher ganz gut wirkendes Modell schnell verschandeln kann.

Entsprechend der Anleitung wurde zunächst eine Hilfslinie bei 164,5 Millimetern gezogen (Bild 694).
Dabei habe ich mich an der noch vorhandenen Mittellinie orientiert. Im Anschluss wurden die beiden Schablonen ausgeschnitten und positioniert(Bild 695). Nun konnten die Bezugspunkte eingezeichnet werden.

Achtung:
Einige Modellbaukollegen haben das Deck auf 1 mm abgeschliffen. Die Differenz zur Originalstärke des Decks muss natürlich berücksichtigt werden!

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Bild 694

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Bild 695

Der nächste Schritt war dann das Anpassen der Auflageflächen der Wellenhosen. Eine etwas nervige Arbeit mit permanentem Kontrollieren.

Nachdem die beiden Teile dann entsprechend geschliffen waren, habe ich diese mittels Stabilit und Sekundenkleber am Rumpf fixiert.

Warum Stabilit und Sekundenkleber ?
Der Grund ist recht einfach. Das Stabilit hat m.E. eine höhere Festigkeit und Haltbarkeit. Braucht aber gut 20 Minuten, bis es diese erreicht.
Der Sekundenkleber fixiert weitaus schneller. So habe ich die Auflageflächen der Wellenhosen bis auf jeweils drei kleine Bereiche mit Stabilit bestrichen (nicht zu dick).

Auf die drei verbleibenden Bereiche (Anfang, Mitte und Ende der Auflageflächen) kam jeweils ein Tropfen Sekundenkleber-Gel. Danach wurden die Wellenhosen auf den Rumpf gepresst. Nun konnte das Stabilit in Ruhe fest werden. Da das Gel auch ein paar Sekunden braucht, sind kurzfristig noch Korrekturen der Position möglich - allerdings wirklich nur kurzfristig.

Bild 696 zeigt die Steuerbord-Wellenhose mit dem provisorisch angebrachten Welle und Wellenbock.

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Bild 696

Das Anpassen der Position der Wellenböcke ist auch noch ein heikler Punkt. Damit sollten man sich viel Zeit lassen. Ich selber bin noch nicht ganz zufrieden. Aber die grobe Richtung stimmt, so dass ich deren Position auf dem Rumpf markieren konnte.

Ich werde die Wellenböcke erst zu einem späteren Zeitpunkt (nach dem Lackieren) mit dem Rumpf verbinden. Denn das Lackieren der Böcke und der Welle ist viel einfacher, wenn die Teile noch nicht montiert sind. Um jedoch die richtigen Positionen schnell zu finden und damit der dann aufzubringende Kleber nicht den Rumpf verunstaltet, habe ich bei den Markierungen kleine Mulden in den Rumpf gefräst (Bild 697). So habe ich später eine Orientierung, wo die Böcke mit dem Rumpf verbunden werden müssen. Die Mulden sind auch nach dem Lackieren des Rumpfes gut sichtbar.

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Bild 697

Zum Abschluss der heutigen Tätigkeiten wurden die Überhänge der Wellenhosen zum Rumpf verspachtelt. Dazu habe ich dann teilweise auch Zahnstocher eingesetzt, um alle Übergänge gut zu erreichen ohne zu viel Spachtelmasse aufbringen zu müssen. Bild 698 zeigt dies. Nun muss diese Masse aber erst einmal gut trocknen, bevor ich Schleifen kann.

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Bild 698

So, das war es denn auch schon wieder für diese Woche. Bis zum nächsten Mal wünsche ich wie immer frohes Kleben.


Schleifen Schleifen

Nachdem die Spachtelmasse nun eine Woche getrocknet ist, ging es ans Schleifen. Dazu habe ich Schleifschwämme benutzt, die sich gut an die Form der Wellenhosen anpassen.

Ich “liebe” diese Tätigkeit ....

Aber man kommt nun mal nicht drum herum. Und dann das übliche Ergebnis, wie es in Bild 699 gezeigt ist. Es sind noch so einige Schwachstellen an den Übergängen zu erkennen.

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Bild 699

Um nun nicht wieder Massen an Spachtelmasse aufbringen zu müssen und da es lediglich kleinere Spalten sind, habe ich Flüssigspachtel verwendet.

Das eingesetzte Produkt kann man in Bild 700 gut erkennen. Es gibt dieses in der Ausführung 500, die hier eingesetzt wurde, sowie in der Ausführung 1000, die etwas feiner ist.

Die 500er erschien mir für die Spaltengröße angemessen.

 

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Bild 700

Nachdem das Ganze nun einen Tag durchgetrocknet war, ging es wieder ans Schleifen. Ich bin zwar noch nicht ganz fertig damit, aber man sieht in Bild 701 deutlich, dass es kaum mehr Spalten gibt. Ich muss mir nun allerdings noch sehr feine Schleifschwämme besorgen.

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Bild 701

Ja, das war es denn auch schon wieder für diese Woche. Die Abarbeitung der Ausgabe 114 erfolgt dann sukzessive. Ich denke, dass es da keine besonderen Schwierigkeiten geben dürfte.
Bis zum nächsten Mal wünsche ich wie immer - frohes Kleben - Pardon - frohes Schleifen ;)


Letzte Bearbeitung:23.11.2008 - 09:13:00