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Ein Baubericht über die Amati-Bismarck

Die Aufbauten - Teil 2

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Bild 738

Ausgabe  123 - Die erste Arado
Ausgabe  124 - Die zweite Arado und kleine Verfeinerungen
Ausgabe  125 - Lackieren der Arados
Ausgabe  126 - Lackieren der Arados - das Finale

Die erste Arado AR 196

Nachdem letzte Woche für mich nichts zu tun war - also quasi Urlaub ;) - ging es heute an die erste der beiden Arados. Die Flugzeuge scheinen recht fein nachgebildet, allerdings - und das ist wirklich sehr ärgerlich - kommt es beim Leitwerk zu Beschädigungen in der Verpackung. Da der Kunststoff recht weich ist kann man das zwar zurecht biegen, allerdings zieht sich das Leitwerk immer wieder in die deformierte Position zurück.
Aber nach mehrmaligem Biegen war dieses Problem dann auch gelöst.

Zunächst ging es an den Schlitten ...
Hier - genau wie auch bei den Gestängen für die Schwimmer - war die Etchmate eine echte Hilfe. Gerade das Biegen der äußeren Bodenkanten wäre ohne die Etchmate recht kniffelig geworden.

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Bild 739

Bild 739 zeigt den zusammengebauten Schlitten.

Die Arado.
Die Teile passen sehr gut und bereiten keinerlei Probleme. Die Löcher sollte man vor dem Zusammenbau bohren. Allerdings ist große Vorsicht bei den Löchern der Flügelunterseite geboten. Selbst ohne Maschineneinsatz ist man ganz schnell durch den Flügel gestoßen.

Bei dem Gestänge für die Schwimmer kam dann, wie schon geschrieben, die Etchmate wieder zum Einsatz, so dass das Biegen der filigranen Teile recht problemlos war. Auch die Montage der Gestänge mit dem Rumpf des Flugzeuges klappte prima.

Bild 740 zeigt das Flugzeug mit provisorisch aufgesteckten Schwimmern. Ich habe diese noch nicht fixiert, da das spätere lackieren so einfacher ist. Allerdings sollte man schon vorab sehr genau schauen, ob alles passt, damit man hinterher nicht vor unerwarteten Problemen steht und sich die Lackierung durch eventuelles Nachbiegen beschädigt.

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Bild 740

So, das war es denn auch schon wieder für diese Woche. Die ganze Thematik Lackierung der Aufbauten kommt bei mir ja erst zu einem späteren Zeitpunkt.

Bis zum nächsten Mal wünsche ich wie immer frohes Kleben.


Die zweite Arado und kleine Verfeinerungen

Heute habe ich mich nur mit dem Thema Arado befasst.

Bei meinen Nachforschungen hinsichtlich der Lackierung stieß ich auf Details, die ich noch anbringen wollte.
Ein Detail sind die Züge (ich nehme mal an, dass es beim Original Drähte waren) zwischen den beiden Schwimmerstegen.

Beim Amatimodell fehlen diese. Sie lassen sich aber relativ leicht anbringen. Dazu habe ich zunächst zwischen den Stegen zwei weitere Löcher gebohrt (jeweils ein paar Millimeter vor den Stegen).
Diese Löcher dienen nur zur Aufnahme der “Drähte” am Rumpf. Aus einem erhitzten Gießast habe ich die Drähte dann gezogen.

Für diejenigen unter uns, die mit so etwas noch keine Erfahrung haben:

Man nimmt ein Stück des Gießastes (ein paar Zentimeter lang), hält ein Feuerzeug in der Mitte darunter. Wenn der Gießast da zu schmelzen beginnt zieht man ihn an beide Enden soweit auseinander, bis die Stärke ausreichend erscheint. Es kann auch sein, dass er zu Brennen anfängt - in dem Fall einfach die kleine Flamme ausblasen.

Noch ein Hinweis:
Es kann vorkommen, dass sich kleine Rußpartikel absondern, die nach kurzer Zeit nach unten schweben. Daher sollte man das nicht im Arbeitszimmer machen, wo ggfs. wichtige Papiere offen liegen ;)

Nun wurden die ersten Züge angebracht, indem man zuerst die einen Enden in das hintere Loch einfügt und mit Sekundenkleber fixiert. danach wird ein Tropfen Sekundenkleber vor die kleine Stifte der vorderen Stütze angebracht und die Züge dort wie in Bild 741 zu sehen fixiert.

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Bild 741

Wenn die beiden ersten Züge schön etwas fest sind, sollte man an allen Kontaktpunkten weiteren Sekundenkleber anbringen und das Ganze GUT DURCHTROCKNEN lassen! Im Nächsten Schritt erfolgt das Anbringen der Züge 3 und 4. Dies geschieht von vorn nach hinten, so dass sich die Züge jeweils kreuzen.
Die folgenden Bilder zeugen dies etwas genauer.

Alle Züge sind deutlich zu lang. Und das ist auch erst einmal so gewollt! Im nächsten Schritt werden diese gekürzt.
Da die ganze Konstruktion recht filigran und fragil ist, wäre ein einfaches Abschneiden mittels Schere oder Cutter zu riskant. An den in Bild 742 gezeigten (roten) Markierungen wird jeweils ein Tropfen Plastikkleber angebracht. Dieser Kleber greift ja den Kunststoff etwas an, macht ihn weich, so dass beim Bau eines Plastikmodells die Teile miteinander mehr verschweißt werden, denn verklebt. Diesen Umstand machen wir uns hier zu Nutzen, indem wir durch den Kleber die Züge an diesen stellen weich machen. Man muss daher ein paar Minuten warten, bevor die Züge an diesen Stellen weich genug sind. Je nach Stärke der Züge, reicht es dann schon, den oberen - überflüssigen - Bereich weg zubiegen, bzw. etwas mit einem SEHR scharfen Cutter nachzuhelfen.

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Bild 742

Ein weiterer Tropfen Sekundenkleber an diesen Stellen fixiert diese weiter, falls durch das Biegen die Stabilität dort etwas nachgelassen hat.

In der letzten Ausgabe wurden uns wohl die Montage von zwei Teilen vorenthalten. Es handelt sich um die beiden äußeren Streben. Diese befinden sich auf der PE-Platine, der Ausgabe 123. Bild 743 zeigt die Position der beiden V-förmigen Streben (rot markiert), für die wir ja auch das Loch in den Flügel angebracht haben.

Eventuell kommt der Hinweis auf diese Streben ja noch in Ausgabe 125, aber ich habe sie bei der ersten Arado schon montiert.

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Bild 743

Der letzte Schritt für heute, war dann das Aufbereiten der Beiden Flügel für die zweite Arado, die wohl mit eingeklappten Flügeln dargestellt wird. Da werden die äußeren Streben sicher so nicht montiert!
Bild 744 zeigt im oberen Bereich welcher Bereich entfern (rot) werden muss und wo der Schnitt neben dem Ruder angebracht wird. Im unteren Teil sind beide Flügel mit abgewinkelten Rudern zu sehen.

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Bild 744

So, das war es denn auch schon wieder für diese Woche. Bis zum nächsten Mal wünsche ich wie immer frohes Kleben.


Lackierung der Arados Teil 1

Heute ging es dann an das Lackieren der Arados. Hierzu muss ich sagen, dass ich mich etwas vorwage, da dieser Arbeitsgang noch nicht in der Anleitung beschrieben ist, bzw. Amati wohl hier eine etwas andere Vorgehensweise geplant hat. Von daher sollten vorsichtige Modellbauer lieber etwas warten, denn es kann durchaus sein, dass ich zu schnell vorgehe und dann eventuell vor einem Problem stehen werde.

Zunächst wurden in die Spinner (dort, wo die Propellerblätter eingesetzt werden) die Löcher aufgebohrt. Ich habe diese Löcher bewusst etwas größer gebohrt, um die Blätter später etwas drehen zu können. Bild 745. Nachdem die Löcher gebohrt waren, habe ich die Motorbereiche an die Rümpfe geklebt. On diese richtig herum sind, weiß ich nicht - ich hoffe es mal ;)

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Bild 745

Im nächsten Schritt wurden die Cockpitbereiche innen mit einem dunklen Grau (Tamiya XF-24) mittels eines Pinsels gestrichen (Bild 746). Schwarz wäre hier wahrscheinlich zu dunkel.

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Bild 746

Nun ging es an die Kanzelhaube. Mit diesen transparenten Teilen muss man vorsichtig sein. Kleberreste sind hier natürlich ehr deutlich sichtbar und verderben jedes Modell. Sekundenkleber sollte man auf keinen Fall einsetzten, da sich häufig eine weiß-milchige Schicht auf das “Glas” ablegt, was ebenfalls hässlich aussieht.
Um die Kanzel zu fixieren habe ich einen Zahnstocher benutzt, dessen Spitze ich zuvor in einen Tropfen Kleber für Plastikmodelle getaucht habe und dann eine sehr dünne Schicht entlang des Cockpitrandes (wo die Haube dann aufgesetzt wird) aufgetragen. Im Anschluss wurde die Haube aufgesteckt (Bild 747)

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Bild 747

Nun kam das Maskieren der Haube und des hinteren Cockpitbereiches.
Eine sehr zeitaufwändige Arbeit, die mir nie Spaß macht. Zunächst wurde der hintere Teil der Haube und der Cockpitöffnung abgeklebt (Ich verwende die Maskierstreifen von Tamiya). Wobei man zusehen muss, dass der Klebestreifen nicht über die Außenränder des Cockpits bzw. der Haube hinausragen. Daher muss man mittels eines mit einer neuen scharfen Klinge besteckten Cutters diese Überstände abschneiden. Nun wurden die Bereiche auf der Kanzelhaube abgeklebt, an denen sich keine Streben befinden. Ich habe allerdings nur die Längsstreben frei gelassen. Die Querstreben oben an der Kanzeloberkante werde ich dann später mit einem Pinsel nachziehen. (Bild 748)

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Bild 748

Nachdem nun auch diese Vorbereitung erledigt war, wurden die Schwimmer sowie die beiden separaten Flügel auf ein mit Doppelklebeband bestückten Holzrest fixiert, damit sie mir beim Lackieren nicht wegfliegen. (Bild 749)

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Bild 749

Jetzt ging es an das Mischen der Farben und Lackieren. Ich habe den Grundton aus 33% Schwarz (Tamiya XF-1) und 67% Grün (Tamiya XF-13) gemischt.

ABER NUN EIN HINWEISS
Diese Mischung erhebt keinen Anspruch auf Korrektheit !!!!!
Es ist MEINE Interpretation der Farbgebung, wie ich sie auf Bildern im Internet gesehen habe.

Es kann falsch sein und auch der “Scalingeffekt” ist sicher nicht entsprechend berücksichtigt.

Hier muss jeder seinen eigenen Weg gehen!

Ich habe die Farbe dann auf alle Bereiche der Flugzeuge aufgebracht, die später dann die grüne Tarnung aufweisen. Auch die vordere Schwimmerstütze (das PE-Teil vorne mit den kleinen Stegen) sollte nach meinen Recherchen im Netzt grün sein. Die Bilder 750 sowie 751 zeigen die Teile nach dem Lackieren, während der Trocknungsphase.

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Bild 750

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Bild 751

Nachdem die Grundfarbe getrocknet war, wurden die Teile mit “TopCoat” Semi-Gloss von der Firma “Mr Hobby” besprüht. Dadurch wird die Farbe grifffester und ist die Vorbereitung für das nächste Abkleben für die “Splittertarnung”.

Während ich diesen Bericht geschrieben habe, trocknet dieser Auftrag.

“TopCoat” trocknet zwar sehr schnell (ca. 10-15 Minuten) aber dennoch lasse ich der Farbe lieber mehr Zeit, damit mir beim Abziehen der Maskierklebestreifen keine Farbe abreißt.

das war es denn auch schon für heute. Gleich geht es weiter mi dem Abkleben für die Tarnung. Darüber berichte ich dann das nächste Mal.

Bis dahin wünsche ich wie immer frohes Kleben bzw. Sprühen :)


Die Arados - das Finale

Das MG 15
Es geht weiter mit dem MG 15 - dem bei der Luftwaffe eingesetzten Maschinengewehr. Das gelieferte Messingteil erschien mir dann doch etwas zu einfach gestaltet und daher versuchte ich mich im Eigenbau.
Ein MG besteht bei mir aus drei aus Gussästen gezogenen Fäden. Wobei der Faden für das eigentliche MG 5,5 mm ist (Das Original hatte eine Länge von 1090mm) Im hinteren Drittel wurde der Griff angebracht sowie die Haltestande. Der Faden für den Griff wurde auf eine realistische Länge gebracht, während der Faden für die Stange zunächst etwas länger belassen wurde.


Nun ging es an das Doppeltrommel-Magazin.
Ein erster Versuch 1mm lange stäbe von ca. 2mm Durchmesser anzubringen, scheiterte ... Ich habe daher aus einer 0,5mm Styreneplatte ein brillenförmiges Gebilde von etwa 5mm Breite und 3mm höher ausgeschnitten und auf auf das MG gesetzt, etwa da, wo auch die Haltestange positioniert wird. Das Ergebnis zeigt Bild 752. Um die Dimensionen einschätzen zu können: Im unteren Teil ist die Spitze einer Wäscheklammer zu sehen, die die Haltestange aufnimmt.

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Bild 752

Nun ging es an die Decals. Schön, dass Hachette hier nun guten Weg geht und erst einmal das Modell mit Glanzlack bzw. Seidenmatt-Lack besprühen lässt. Diese Methode - die zunächst bei einem Militärmodell widersinnig erscheint, hilft beim Positionieren der Decals ungemein.

Ein Hinweis zu den Decals:
Nicht sofort den ganzen Bogen ins Wasser (in das man einen Tropfen Spülmittel geben sollte, damit das Wasser weniger Spannung hat) legen, sondern immer die Decals, die man dann auch anbringen will.

Auf den folgenden Bildern ist hinter dem Motor ein blaues Decal zu sehen. Dieses ist nicht bei den Decals von Amati zu finden und in der Form auch nicht richtig! Leider hat man vergessen das auf den Arados an dieser Stelle befindliche Wappen (Blaues Schild mit weißem Seepferdchen) beizfügen. Ein soches Decal selber zu erstellen, habe ich mir verkniffen, ich habe aus einem 1:72 Panzerbausatz die blauen Divisions-Ziffern verwendet und entsprechend geschnitten (an der arado sind die Decals gerade einmal etwa 1x2mm groß)

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Bild 753

Bild 753 zeigt allerdings ein Problem. Die Decals auf dr Unterseite stoßen zum einen an die Streben, zum anderen gibt es durch die Struktur unschöne Verwerfungen.

Doch für diese Probleme gibt es eine Lösung!
Das “Weichmachen” oder auch “Verflüssigen” der Decals. Nachdem die Decals nach besten Fähigkeiten - aber mit den o.g. Problemen fixiert sind und sich nicht mehr bewegen lassen (vorsichtig testen), werden diese mit einer Tinktur beträufelt. Es handelt sich dabei um Weichmacher, wodurch sich die Decals perfekt(!!) an die Oberflächengegebenheiten anpassen.

Ein Hersteller ist die Firma Gunze, deren Produkt “Mr. Mark Softer” ich hier verwendet habe. Es soll noch ein besseres Geben “Micro Sol”, welches ich allerdings noch nicht auftreiben konnte.

Bild 754 zeigt die gleiche Stelle nach der Behandlung. Die Decals werden nach dem Beträufeln und einer Wartezeit von etwa 2min (kann gegebenenfalls auch etwas länger dauern) mit einem Wattestäbchen angedrückt.

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Bild 754

Nachdem nun alle Decals positioniert und entsprechend behandelt wurden, habe ich die Teile mit Mattlack besprüht. Der von mir verwendete Lack ist nicht 100% matt, was aber m.E. auch nicht schlecht aussieht. Die Teile müssen nun gut trocknen!

Nun ging es an die Klappflügel der Zeiten Arado.

So ganz klar ist es mir nicht, wie sich Amati die Sache vorstellt. Die Flüge nur anzukleben erscheint mir etwas zu instabil. Ich bin daher einen etwas schwierigeren Weg gegangen und habe an der Stelle, an der die Ecken entfernt wurden ein 0,5mm Loch gebohrt

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Bild 755

(Siehe Bild 755) Auch an der entsprechenden Stelle im Flügelansatz des Rumpfes wurde ein 0,5mm Loch gebohrt (Bild 756).

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Bild 756

Als Verbindung habe ich einen 0,4mm Kupferdraht verwendet, den ich mit Sekundenkleber im Flügel fixiert habe (Bild 757). Auf diese Weise können die Flügel nun in den Rumpf gesteckt und problemlos mit Sekundenkleber fixiert werden. Die Stirnflächen bei den Verbindungsteilen Rumpf/Flügel wurden mit einem hellen oliv gestrichen.

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Bild 757

Zum Schluss wurden noch die Antennen und Antennenkabel angebracht (beides fehlt bei Amati) Auch dafür habe ich wieder Gußäste verwendet. Danach wurden die Propellerblätter eingesetzt (Ich habe den Übergang Propellerblatt/Spinner) weiß gefärbt (Das hatte ich auf einem Bild gesehen) und als Letztes wurden die MGs eingebaut.

Die Bilder 758 bis 763 zeigen die Ergebnisse:

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Bild 758

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Bild 759

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Bild 760

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Bild 761

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Bild 762

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Bild 763

So, das war es denn auch schon wieder für heute. Bis zum nächsten Mal wünsche ich wie immer

Frohes Kleben!


Letzte Bearbeitung:14.02.2009 - 13:18:52