bismarck.oehm.net
Ein Baubericht über die Amati-Bismarck

Komplettierung des Rumpfes

Die Lackierung

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Nun geht es mal wieder an den Rumpf. Heute wurden dann die Bohrungen für die Relingpfosten gesetzt. Zunächst wurde der Rumpf im Decksbereich wieder gründlich geschliffen und danach mit einer Schicht Sprühspachtel versehen, die danach ebenfalls geschliffen wurde, so dass es schön glatte Oberfläche ergab.

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Bild 891

Im nächsten Schritt wurden dann die Schablonen ausgeschnitten und zusammengeklebt und mittels Klebebänder am Rumpf fixiert.

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Bild 892

Nun wurden die Markierungen mittels eines Bleistiftes gesetzt.

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Bild 893

Im Anschluss habe ich das Holzdeck provisorisch aufgelegt und die Begrenzeungen auf das Deck übertragen. Der Abstand Holzdeck/Rumpfkante ist stellenweise doch sehr knapp. Ich vermute mal, dass ich da an einigen Stellen zuviel geschliffen habe. Aber für die Pfosten reicht es allemal. Glück gehabt.

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Bild 894

Nun kam dann die wenig spannende Aufgabe – Bohren der Löcher. Aber es ist geschafft – sogar ohne Beschädigungen des Rumpfes und ohne Bohrerbruch. Glück gehabt. Bild 895 zeigt einen Ausschnitt mit den Bohrungen.

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Bild 895

So, das war es denn auch schon wieder für diese Woche.
Bis zum nächsten Mal wünsche ich wie immer frohes Kleben.


Montage der Wellenblöcke

Heute ging es dann an die Montage der Wellenblöcke. Zunächst wurden beide Gondeln mit einem 3mm Bohrer aufgebohrt. Ich habe mir Messingschrauben mit einem 2mm Gewinde von der Firma Lassek besorgt. Um nun die Schauben zu befestigen, wird in jeden Wellenblock eine kurze Gewindestange M2 eingeführt und mit Stabilit fixiert.
Um jedoch möglichst exakt die Schrauben positionieren zu können (daher auch die 3mm Bohrungen), wurden zunächst die Blöcke mit den Wellen am Rumpf mittels Stabilt fixiert (Bild 896). Durch die Trocknungszeit von ca. 20min hat man genügend Gelegenheit Korrekturen vorzunehmen.

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Bild 896

Nachdem nun die Wellenblöcke fest am Rumpf waren, wurde der Rumpf auf die Bugspitze gestellt (natürlich seitlich gestützt). Nun wurden die Gewindestangen in die Schrauben gedreht. Sie ragen etwa 10 mm heraus. Außerdem wurde am bei jeder Schraube ein Stück Alufolie mit einem Loch in der Mitte (für die Gewindestangen) geschoben. Diese Folie verhindert, dass die Schauben am Stabilit festkleben. Nun wurden die Bohrungen in den Wellenblöcken mit Stabilit gefüllt und die Gewindestangen mitsamt den Schrauben eingeführt Bilder 897 und 898

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Bild 897

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Bild 898

Nach 20min ist das Stabilit hart und die Schrauben lassen sich dank der Alufolie leicht abdrehen. An den Wellenblöcken wird nun die Folie kleben. Die lässt sich nun relativ einfach wieder entfernen. Auch eventuelle Überreste herausgequollenen Stabilits stellen kein Problem bei der Entfernung dar.

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Bild 899 zeigt die Schrauben aus der achternen Sicht.

Das war es denn auch schon wieder für heute.
Bis zum nächsten Mal wünsche ich wie immer frohes Kleben.


Die Steigleitern

Heute ging es an die Steigleitern an der Bordwand des Hecks. Zunächst habe ich die in der Anleitung beschriebene Vorgehensweise probiert. Allerdings mit 0,3mm Styrenestäben. Trotz einer „Vorrichtung“ die ich mir gemacht habe, waren die Sprossen nicht gleich lang. Aber das wäre auch noch nicht so das Problem gewesen. Die kleine Dinger einigermaßen gerade zu fixieren erwies sich als extrem mühselig und war auch nicht mit einem befriedigenden Ergebnis zu bewerkstelligen. Also musste ich mir etwas Anderes einfallen lassen.

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Bild 900

Zunächst habe ich die drei Markierungsstreifen aufgebracht und mit einem Bleistift die Markierungen auf den Rumpf übertragen (Bild 900). Danach wurden einige Stäbe auf eine Länge gebracht, welche die Strecke über alle drei Bereichen deutlich abdeckt und überschreitet.
In den drei Bereichen, wo dann die Sprossen sein sollen habe ich flüssigen Sekundenkleber aufgebracht. Nun musste es sehr schnell gehen. Alle Streben wurden aufgelegt und positioniert. Da der Sekundenkleber aber recht schnell trocknet, musste ich mich beeilen und auch bei den letzten Streben erneut Sekundenkleber aufbringen. Als Ergebnis hat man nun sehr lange Sprossen, die aber relativ parallel sind und nun auf die gewünschte Länge gebracht werden können. Bild 901

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Bild 901

Nun wurden alle Bereiche der Stäbe, die dann entfert werden sollen mit Tamiya-Tape abgeklebt und an den Anfangs- und Endstellen mit einem Scharfen Cutter durchtrennt. Aufgrund der Klebestreifen ist auch eine relativ genaue Längengleichheit der Sprossen möglich. Bild 902

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Bild 902

Da nur diese Bereiche mit dem Rumpf verklebt sind, werden die überflüssigen Bereiche beim VORSICHTIGEN Abziehen des Tapes entfernt.
Bild 903 zeigt die auf den Rumpf aufgebrachten Sprossen nach Abziehen des Tapes.

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Bild 903

Bei der vierten Steigleiter bin ich ähnlich vorgegangen. Da hier nur eine Reihe angebracht wird, habe ich jeweils links und rechts der späteren Leiterposition in einem gewissen Abstand Markierungen übertragen (Bild 904 rote Pfeile), Sekundenkleber im Bereich der Leiter aufgebracht (Bild 904 gelber Bereich) und genau wie zuvor längere Stäbe fixiert und ausgerichtet.

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Bild 904

Im Anschluss daran wurde wie schon zuvor Tape aufgebracht, dann geschnitten und das Tape mit den überflüssigen Teilen abgezogen. Das Ergebnis zeigt Bild 905

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Bild 905

Nach dieser Prozedur wurde der gesamte Rumpf erneut mit Sprühspachtel überzogen, so dass sich die Sprossen schon harmonischer in das Gesamtbild einfügten. Diese Phase wird in den Bildern 906 und 907 gezeigt.

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Bild 906

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Bild 907

So, das war es denn auch schon wieder für diese Woche.

Nächste Woche wird es ernst!
Ich beginne mit dem Lackieren des Rumpfes.

Bis dahin wünsche ich wie immer frohes Kleben.


Das Lackieren des Rumpfes

Nun ist es soweit – Der Rumpf wird lackiert. Ich gestehe, dass mir etwas mulmig war. Bisher habe ich noch nie so ein großes Modellteil lackiert.

Zunächst ging es aber ans Grundieren des Rumpfes. Hierzu habe ich aus dem KFZ-Bereich eine mittelgraue Grundierung verwendet, den gesamten Rumpf inklusive Deck eingesprüht und das Ganze dann 2 Tage lang richtig trocknen gelassen.

Im nächsten Schritt habe ich großflächig die seitlichen Bereiche sowie die Unterseite des Hecks mit Tamiya TS-4 „German Grey“ (Farbdose) eingesprüht. Diese Farbgebung soll dann für den Wasserpass – also der Wasserlinie – sein. Zunächst habe ich gefürchtet dass dieser Farbton zu hell ist, aber wenn ich mir so einige Bilder von der Bismarck im Netz anschaue und gerade die, wo schwarze Elemente (z.B. Schlepper etc.) einen Kontrastvergleich zulassen, so müsste es zusammen mit dem Scaling-Effekt dann doch in etwa stimmen.
Ich habe das Ganze dann wieder zwei Tage lang trocknen gelassen.

Nun ging es an das Abkleben des Wasserpasses. Zunächst wurde eine Hilfslinie nach den Angaben in der Anleitung angebracht. Mit der Höhe des Wasserpasses bin ich einen Kompromiss eingegangen. In der Anleitung steht, dass die Höhe des Wasserpasses 10mm sein soll. In Foren wird eine größere Höhe (12 – 15mm) angegeben. Beim Betrachten verschiedener Bilder scheinen mir diese Abgaben durchaus richtig zu sein. Dennoch bin ich auf das Amati-Maß gegangen (10mm) Der Grund ist trivial: Ich hatte ein 10mm Tape von Tamiya zur Hand.
Sicher, man kann natürlich auch zwei 6mm Tapes aneinanderfügen, aber mit einem Streifen wird das Abkleben präziser und vor allem gleichmäßiger.

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Bild 908

Bild 908 sowie auch 909 zeigen den Rumpf mit dem abgeklebten Wasserpass. Besonders bei den Übergängen im Bug- und Heckbereich, dort wo die Streifen aufeinanderstoßen muss man gegebenenfalls mit einem Cutter nacharbeiten, damit es nicht zu unschönen Stoßstellen kommt. Was ebenfalls unbedingt erledigt werden sollte, ist das Aufbohren und Nacharbeiten der Löcher für die Ruder. Diese sollten sich mit leichtem (!!) Druck einführen lassen. Bild 909

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Bild 909

Nun wurde der Überwasserbereich des Rumpfes mit Tamiya AS-7 „Neutral Gray – (USAAF)“ (ebenfalls aus der Spraydose) lackiert. Wie man sieht kümmere ich mich nicht um die genauen RAL-Angaben. Diese sind zwar für das Original korrekt, aber im Modell m.E. nicht zu gebrauchen, da sie bei diesem Maßstab einfach zu dunkel sind.
Wichtig ist, dass man ein absolut neutrales – auf keinen Fall blaustichiges Grau nehmen sollte. Nachdem der Überwasser-Bereich gut getrocknet war, habe ich diesen dann sehr sorgfältig abgeklebt. (Bild 910) Man muss wirklich äußerst sorgsam sein, denn der Farbnebel, der beim nächsten Schritt (Lackieren des Unterwasserschiffes mit dem Rotton) entstehen wird, würde ansonsten sehr hässliche Spuren hinterlassen.

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Bild 910

Zum Schluss wurde das Unterwasserschiff mit Tamiya TS-33 „Dull Red“ (ebenfalls aus der Spraydose) lackiert. Es heißt übrigens wirklich „Dull Red“ und nicht wie man vielleicht vermuten würde „Hull Red“. Die Bilder 911 sowie 912 zeigen den lackierten Unterwasserbereich des Rumpfes.

Hinweis: Das Rot wirkt durch den Blitz viel heller, als es wirklich ist!

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Bild 911

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Bild 912

Wie der Rumpf dann ohne abgeklebte Bereichen aussieht – das zeige ich dann in eine der nächsten Folgen :)

Bis dahin wünsche ich wie immer frohes Kleben.


Aufbringen des Deckbelages

Nachdem ich nun letzte Woche den Rumpf lackiert habe, ging es heute an das Aufbringen des Decks. Da das Deck des Rumpfes bei mir ebenfalls lackiert worden ist, konnte ich nicht mit Ponal arbeiten, sondern musste Stabilit nehmen.
Ein weiteres Problem ist, dass das Holzdeck nur minimal schmaler ist, als die Bohrungen gesetzt sind. Ich musste also sehr genau arbeiten und Schauen, dass ich keine Löcher mit dem Holz des Decks verdecke.

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Bild 913

Bild 913 zeigt, wie ich mir geholfen habe. Mittels Stecknadeln, die ich an einigen Stellen in die Löcher gesteckt habe. So habe ich eine gewisse Führung beim Auflegen der Decksplatten.

Ach ja, Eins vorweg!
Um Den Rumpf nicht zu beschädigen sind nun Schaumstoffunterlagen bzw. wie bei mir Luftpolsterfolien als Unterlagen ein absolutes Muss!
Denn ansonsten ist eine Beschädigung des Rumpfes garantiert.

Das Belegen des Decks geschah in zwei Schritten. Zunächst wurden die Blatten beim Bug beginnend zum Mittschiff hin fixiert und danach die restlichen Platten zum Heck hin.
Das Stabilit wurde zunächst entlang der Mittelinie aufgebracht und danach dünn verstrichen. Jedoch habe ich einen Abstand zum Rand hin von etwa 5mm gelassen, damit kein Kleber an den Seiten herausquellen kann, wenn ich die Platten andrücke.

Die folgenden Bilder zeigen das Ergebnis. Desweiteren habe ich ja beim letzten Mal versprochen, den fertig lackierten Rumpf vorzustellen und ich habe auch zwei Bilder mit den provisorisch und noch nicht lackierten Aufbauten eingestellt.

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Bild 914

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Bild 915

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Bild 916

Und nun ein paar Bilder vom Rumpf

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Bild 917

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Bild 918

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Bild 919

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Bild 920

Das war es denn auch schon wieder für diese Woche. Nächste Woche geht es an die Ruder und zusätzliche Opferanoden. Bis dahin wünsche ich wie immer frohes Kleben.


Ruder und Opferanoden

Nachdem die letzten Wochen doch recht viel zu tun war, habe ich mich heute nur um ein paar Kleinigkeiten gekümmert. Ich habe die Ruder fertig gestellt und die Opferanoden entsprechend hervorgehoben bzw. diese für die Stege der Wellenblöcke erstellt.

Zunächst wurden die Wellen der Ruder abgeklebt, damit diese weiterhin in die Löcher des Rumpfes passen. Danach wurden die Ruder mit der gleichen Grundierung behandelt, wie zuvor schon der Rumpf, damit es nicht zu Farbunterschieden kommt. Im Anschluss wurden die Ruder lackiert. Bild 922

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Bild 922

Nun wurden die erhabenden Opferanoden mit silberner Farbe hervorgehoben. Auf den Stegen zu den Wellenblöcken sind seitens Amati keine Anoden angebracht. Dies ist nicht korrekt. Auf den Stegen waren auch welche. Ich habe jedoch nur die außen sichtbaren Anoden angebracht. Diese habe ich aus einem Streifen Styrene (0,8 x 0,3 mm) erstellt, den ich zuvor silbern angestrichen habe (Bild 923) und danach in 2mm stückchen geschnitten habe.

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Bild 923

Das Anbringen der zusätzlichen Anoden ist etwas Fummelei, aber es geht und entspricht dem Vorbild. Die Bilder 924 und 925 zeigen das Ergebnis.

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Bild 924

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Bild 925

Das Bild 926 zeigt den fertigen Rumpf in der Seitenansicht. Was noch fehlt sind die Ahminge (also die Tiefstandsanzeige) sowie die Detailarbeiten an den Gitteröffnungen. Aber das wird dann zu einem späteren Zeitpunkt geschehen.

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Bild 926

HINWEIS
Aufgrund von Bauarbeiten werde ich die nächsten 2 Wochen leider eine Pause einlegen müssen. Ich denke aber, dass es ab dem 30.10.09 wieder weitergehen wird!

Bis dahin wünsche ich wie immer frohes Kleben.


Letzte Bearbeitung:10.10.2009 - 15:38:00