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Ein Baubericht über die Amati-Bismarck

Tandem-Innenkiel aus Aluminium

Das Nachmachen der folgenden Vorschläge erfolgt auf eigenes Risiko.
Der Autor übernimmt keine Gewährleistung für Richtigkeit und Erfolg!

Das Ziel

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Bild MW 1

Ziel dieser Aktion, ist die Stabilisierung des Rumpfes.

Da ja noch gut 4 - 5 Monate ins Land gehen, bis die Zweitbeplankung abgeschlossen ist, wollte ich eine Stabilisierung des Rumpfes vornehmen. Zumal das Modell auch nach einer (hoffentlich) erfolgreichen „Indienststellung“ ja auch noch Temperaturschwankungen etc. ausgesetzt ist, erscheint mir dieses Maßnahme, die rund 25 Euro gekostet hat (inklusive Allem) durchaus gerechtfertigt und kann bestimmt nicht schaden.
Zuerst hatte ich an eine Lösung aus Holz gedacht, aber auch dieses Holz wird arbeiten, also habe ich mich dann für eine Lösung aus Metall entschieden, die ich nun kurz vorstellen möchte.

Alle Materialien habe ich aus einem Baumarkt – es sind also keine Spezialteile.


Die Stückliste

1 Holzleiste 47 x 14 mm
2 Alu-Rechteckrohre 20 x 20 mm
3 Stahlschrauben M5 60mm
3 Muttern M5

6 Scheiben 15mm x 9mm x 2mm
4 Schrauben M4 x 40mm
4 Muttern M4
Stabilit

Ergänzungen
3 Kotflügelscheiben 5,3 x 25mm
3 Zylinderschrauben 4 x 50 mm
3 M uttern M4


Die Unterlage

Für den ersten Schritt benötigte ich die Holzleiste von 14 x 47 mm. Die 47mm resultieren aus 2 x 20 mm Aluprofilen + einem Abstand von 4 mm zwischen den Profilen um den Heckkiel zu umfassen. Zusammen sind das 44mm. Die passende Leiste hatte dann 47 mm.

Da die Spanten im Bereich der Bodenplatten so etwa 5 mm überstehen und ich den Kiel auch etwas höherliegend einbauen wollte, habe ich zunächst die Holzleiste in entsprechende Stücke gesägt und in die Zwischenräume auf die Bodenplatten mit Stabilit verklebt (Bild MW 2 zeigt die provisorisch gelegten Platten) Im Bereich der Übergänge der Bodenplatten habe ich keine Stücke gesetzt.

Das Ganze habe ich dann beschwert gut trocknen lassen.

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Bild MW 2


Der Alu-Kiel

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Bild MW 3

Die Erstellung des Kiels ist keine Zauberkunst. Ich habe beide Profile auf etwa 72 cm abgelängt, so dass sie exakt zwischen die Spanten 39A und 25 passen. Der Servo-Halter 47 wurde entfernt, da er im Weg war.

Die abgelängten Profile habe ich feste mit Kreppband zusammengeklebt und die Bohrungen für die Querverbindungen gesetzt. Durch das Verkleben erreichte ich, dass die Bohrungen bei beiden Profilen exakt an der selben Stelle sind.
Danach wurden auf gleiche Weise die Bohrungen für die 4 Vertikalschrauben gesetzt.

Beide Profile wurden nun durch jeweils 2 Scheiben (also 2 x 2mm = 4mm – wie der Heckkiel) getrennt miteinander verschraubt.
Ebenso wurden die Vertikalschrauben durch Muttern fixiert.
Sie dienen später als Montagehilfen für eine Helling oder als Hilfe für andere Fixierungen.

Alle Schrauben und Muttern wurden sehr feste angezogen.


Abschluss der Arbeiten

Zum Schluss wurde der Kiel mit Stabilit sowohl auf den Holzblöcken, den Spanten 39A und 25 sowie dem Heckkiel verlebt.

Das Ganze musste natürlich beschwert werden (darauf achten, dass der Untergrund absolut gerade ist!!!) und richtig gut trocknen lassen.

Das war es dann auch schon.

Das Gewicht des Rumpfes ist natürlich nun deutlich höher, so dass sich dieses Methode neben den Platz- auch aus Gewichtsgründen für eine schwimmfähige RC-Version verbietet.

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Bild MW 4

Ob die Sache nun was bringt, weiß ich nicht.

Aber ich habe die Hoffnung, dass es das Holz nun etwas schwerer haben wird, sich zu verziehen und mir die berüchtigte Banane – das Hochwölben in der Mitte des Rumpfes - erspart bleiben wird.

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Bild MW 5
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Bild MW 6
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Bild MW 7


Ergänzungen

Auf Anraten eines Modellbau-Kollegen habe ich den Kiel doch noch mit dem Rumpf mit Schrauben fixiert.
Dazu habe ich zwischen den Profilen 4mm Löcher durch den Rumpf gebohrt.

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Bild MW 8

Die Kotflügelschrauben dienen einer größeren Auflagefläche auf den Profilen.

Auf der Unterseite des Rumpfes wurden dann 9mm Löcher auf eine Tiefe von ca. 5mm gebohrt, damit die Schraubenköpfe versenkt werden können.

Nachdem alles fest verschraubt war, wurden diese Löcher dann mit Holzspachtel gefüllt und verschliffen.

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Bild MW 9


Letzte Bearbeitung:03.02.2007 - 21:32:27